Ein Indianer wie du und ich

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Als Boaz Aisha zum ersten Mal im Klassenraum sieht, weiß er genau: sie ist eine echte Indianerin. Und jetzt hat er endlich die Möglichkeit, eine wirkliche Indianerin kennenzulernen, von denen er so viel in seinen Büchern gelesen hat.

Die beiden werden schnell Freunde, obwohl er ihre Sprache nicht versteht und sie nur wenig von seiner, und sie bereiten zusammen einen großartigen Vortrag über Indianer vor.

Doch Boaz soll eine Klasse überspringen, was bedeutet, dass er Aisha nie wieder sehen wird. Er findet Rat bei seiner Oma, der einzigen Person, die ihn noch versteht und Aisha und ihre Mutter zum Kaffee einlädt. Es stellt sich heraus, dass Aisha gar keine Indianerin ist, sondern aus dem Krieg flüchten musste und jetzt in der Flüchtlingsunterkunft wohnt. Er lernt auch, dass es Menschen gibt, die geflüchteten Menschen Böses wollen und er macht es sich zu seiner Aufgabe, Aisha zu beschützen. Egal, ob sie eine Indianerin ist oder nicht. Doch das muss er auch seinem Vater erklären, der nicht verstehen möchte, was wirklich wichtig im Leben ist.

Als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, dachte ich, es gehe wirklich um Indianer, doch es hat sich schnell herausgestellt, dass es um einiges mehr geht. Aus der Sichtweise des neunjährigen Boaz geschrieben, taucht man als Leser in seine Lebenswelt ein, fühlt mit ihm mit und ist am Ende überwältigt, wie er seine Freundschaft über alles stellt, Indianerin- hin oder her- und sich auch noch seinem Vater beweist.

Durch das ganze Buch ziehen sich Informationskästen über Indianer, welche einfühlsam die Geschichte und Bräuche dieser Völker darstellen. Die Illustrationen von Martijn van der Linden im Stile von Aishas „Indianerzeichnungen“ runden das Buch sehr schön ab und machen es zu etwas ganz Besonderem.

empfohlen von Waida Gros (Studentin der FHCHP)

Sternebewertung:
Spannung: XXXXX
Humor: XX
Erfinden: XX
Wissen: XXXX
Sinnliches: XX
 
Eckdaten:
Titel: Ein Indianer wie du und ich
Autorin/Illustratoren: Erna Sassen. Illustrationen: Martijn van der Linden
Alter: ab 7 Jahren
Verlag: Freies Geistesleben
Besonderheit: Dieses Buch behandelt vieles gleichzeitig und ganz nebenbei: Indianer, Flucht und Rassismus. Das eigentliche Thema jedoch ist die grenzenlose Freundschaft der beiden Kinder, der weder Sprachbarrieren noch kaltherzige Väter im Weg stehen können.

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